Ziel

Ist ein Unternehmen in die Krise geraten, so bieten sich neben betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Maßnahmen auch rechtliche Instrumente, das Unternehmen wieder zu gesunden.

Die Sanierungsinstrumente der Insolvenzordnung haben neben dem allgemeinen Ziel der gleichmäßigen Gläubigerbefriedigung den Zweck, Unternehmen zu erhalten.

Die möglichen Verfahren

Das Insolvenzrecht hält neben dem Insolvenzplan und dem Schutzschirmverfahren verschiedene Werkzeuge bereit, die nicht nur einen wirtschaftlichen Neuanfang ermöglichen, sondern auch, sich von unrentablen Unternehmensteilen zu trennen; vornehmlich die übertragende Sanierung sowie die Freigabe des Geschäftsbetriebs.

Übertragende Sanierung

Gerät ein Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage, besteht im Rahmen eines Insolvenzverfahrens die Möglichkeit, das Unternehmen durch eine Übertragung zu sanieren. Die Übertragung kann dabei auf eine juristische Person, die sogenannte Auffanggesellschaft, oder auch auf eine natürliche Person erfolgen. Neben dem Vorteil, dass die Altverbindlichkeiten bzw. Passiva des alten Unternehmens nicht mit übertragen bzw. übernommen werden, besteht die nicht zu unterschätzende Möglichkeit, die nicht mehr überlebensfähigen Bereiche eines Unternehmens in der Insolvenzmasse zu belassen.  Für die zu übertragenden Unternehmensteile bzw. Aktiva zahlt der Übernehmer einen zu verhandelnden Kaufpreis an die Insolvenzmasse.

Zu beachten ist bei der übertragenden Sanierung unter anderem, dass die arbeitsrechtlichen Regelungen zum Betriebsübergang mit gewissen Einschränkungen auch in der Insolvenz gelten. Zudem ist die Zustimmung der Gläubigerversammlung erforderlich.

Freigabe der selbständigen Tätigkeit

Gerät ein Selbständiger in die Insolvenz, fällt auch dessen Geschäftsbetrieb in die Insolvenzmasse. In einem solchen Fall kann der Insolvenzverwalter den Betrieb freigeben und der Schuldner die für den weiteren Betrieb erforderlichen Vermögensgegenstände wie Betriebsausstattung, Vorräte, etc. von der Masse erwerben. Der Schuldner kann den Geschäftsbetrieb sodann ohne die Altverbindlichkeiten fortführen, muss jedoch einen gewissen Teil seiner Einnahmen an die Insolvenzmasse abführen, damit diese nicht schlechter steht, als wenn er abhängig beschäftigt wäre und pfändbares Einkommen bezöge.

Unsere Leistung

Wir prüfen in diesem Zusammenhang, ob und welches insolvenzrechtliche Instrument der Sanierung für Ihr Unternehmen in Betracht kommt, wie die Sanierung am besten vorbereitet werden kann und was während des Verfahrens alles zu tun bzw. zu beachten ist.

Wir begleiten Sie vor und während des gesamten Verfahrens und helfen Ihnen sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Abwicklung.

„Sowohl die übertragende Sanierung, als auch die Freigabe der selbstständigen Tätigkeit, bieten die Möglichkeiten eines wirtschaftlichen Neuanfangs unter Beibehaltung bestehender Strukturen und Synergien.“

Marc Heidenreich